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Schritte zum „Verstehen eines Witzes“  ()

– Fünf Sekunden aus Ihrem eigenen »Kognitiven Lebensfilm« ins Zeitlupen-Tempo aufgelöst –

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Entwurf aus der Website zum »Unterfangen Weltpuzzle«® -- https://kognik.de

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Home --> Puzzle WELT --> Abbildungsseitiges --> Behauptungswesen --> Rätsel --> Witze --> Versteh-Prozess
zitierbar als:
https://kognik.de/ONLINE/szenario/zwerg.doc

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Stand:         Versions-Nummer = 0,75** 

Wortfeld:    Witzeln; Behauptungen; Stützstellen im »Kognischen Raum«; Abfolge von Kontext-Aktivierungen; Kombination; Assoziation; ‚Platsch‘-Verarbeitung; „kapieren“; Das „Fallen des Groschens“; Kleinwuchs; Pseudoerklärung; „Das Denkintegral“; ungültige deduktive Argumente; „Oh, Shit“-Ereignis; ...; ...

Jedem Wortfeld sein eigener hochabstrakter „Zentraler Hub“!

Lernziel:     Paradebeispiel zum Geschehen an der Front des »Kognitiven Lebensfilms«; Als Input „platschartig“ daherkommendes Denkmaterial; Kontext-Aktivierungen; Assoziationsgeschehen; amöbenartig als Begriffe und Aussagen; ‚Trenngrade‘; „Kognitive Entfernungen“; Verzapfbarkeit; Sinngebung; Zeitlupe & Zeitraffer; Auflösbarkeit in: „Points“ / „Kogs“; Selektionsfortschritt; Die Lösung des Rätsels; den Witz irgendwannn „kapiert haben“; (ihn) „verstehen“ (können); ...

Vgl. aus der lokalen kognitiven Nachbarschaft: \Der »Kognitive Lebensfilm des Individuums«; \„Witze“ – als solche; \als „Platsch, Platsch, Platsch, ...“-Sequenz daherkommen – im »Kognitiven Lebensfilm des Individuums«; \‚Stütz­stellen‘ für den Denk-Vorgang; \„Platsche“ + Wechselwirkungen im »Kognischen Raum«; \zum ‚Fingerabdruckwesen‘ im »Kognischen Raum«; \Der – jeweilige versus: der am Ende richtige – „Kontext“; \Der – all-unifizierte – »Kognische Raum«; \Das „Anlupf“-Szenario der »Kognik«; \„verstehen“ – als Vorgang + kognitive Leistung; \zum ‚Aufblink- und Klärungs‘-Paradigma; \an der ‚Front des Bewusstseinsstroms‘; \Der „Aha-Effekt“ – als solcher; \(natürliche versus künstliche) ‚Nachbarschaftsbeziehungen‘ im »Kognischen Raum«; \„Rät­sel“ – (zum Vergleich); \„unbewusst“ – als Analyse- + Lösungsgeschehen; \‚Stimulusware‘ als solche + ihr Wirkprinzip; \„Selektion“ – als solche; \Kognitiver Freiheitsgrad: „Negation“ + Nichts weiteres an Vorgaben als: „Ende des Inputs“; \...

Systemische Grafik und Beispiele: \Prinzip-Grafik: „Selektionsdiamant“; \„Zwerg & Platsch“; \weitere Fallbeispiele – zum ‚Arbeiten mit dem Selektions-Diamanten‘ – \„think & drunk“; \...

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Worum es in diesem Paradebeispiel gehen soll:

Um das Geschehen in Zeitlupe und im Detail,
in genau demjenigen Moment,
wo beim gerade angebotenen Witz urplötzlich

„der Groschen fällt“.

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"Es war einmal ein Zwerg, sein Vater war Schotte.

{Entschuldigung!}

*****

Betrachten wir für diesen „Input“ das dazu erzeugte Stückchen »Kognitiven Lebensfilms« genauer:

Als ‚Ausschnitt im Bewusst­seinsstrom‘ bei dessen Verarbeitung.
Mit dessen – eigenständig studierenswerten – „Phänomenen“.

Beobachten wir ‚höher aufgelöst‘ die Serie von §»Kogs« / „Chunks“ / Einzelvorstellungen / „Points“ / ‚Platschs’ / ‚Kognischen Stützstellen’§, die ich, lieber Leser, soeben mit diesem einen Satz durch Ihr Bewusstsein hindurch gejagt habe.

Dasselbe vorab als Grafik: Zwerg & Platsch.

*****

Offensichtlich strickte der Leser, weil er gar nicht anders kann, auch in diesem Moment seinen eigenen »Kognitiven Lebensfilm« ein Stückchen weiter. Denn für das alles verstrich ja „Zeit“:

·         2 - 3 Sekunden etwa – für das Lesen dieser Zeile

·         1 - 2 Sekunden – für das Stutzen

·         1 - 2 Sekunden – in denen der Groschen fiel.

Der Moment des „Fallens des Groschens“ aber eignet sich zum systemanalytischen Studium besonders gut, da in relativ kurzer Zeit dabei viel Verschiedenes abläuft. Gleichzeitig und nacheinander.

                                        Und das mit einem kognitiv eindeutigen Ergebnis. [1]

– [\Bild-Metapher: „Strickliesel“; \Prinzipgrafik: „Das Nadelöhr des Denkens“; \„herumrätseln“ – eine kognitive Leistung; \Der „Aha-Effekt“ –  als solcher; \„Parallele“ versus: „Sequentielle Architekturen“; \...]

*****

Beim „Verstehen von Rätseln“ konstruiert man sich selbst einen episodenhaften ‚Kognitiven Kurzfilm‘, in derjenigen Komplexität und Knapp­heit, wie sie vom individuellen Leser bzw. Zuhörer analytisch und aufwandsmäßig gerade noch zu bewältigen ist.

Dabei angebotsseits in der Formulierung mit einem Minimum an Mitteln auszukommen – dem Minimum an für das Kapiert-werden-Können erforderlichen ‚Kognischen Stützstellen’! –, gerade darin besteht die „Hohe Kunst des Witzereißens“.

Bekanntermaßen gehört das Lösen von Rätseln, das Kapieren von Witzen und das wissenschaftliche Heureka zu den anspruchsvollsten unter den ‚Kognitiven Leistungen‘.

Für diesen „Typ von Verstehen“
ist die Denkbreite heutiger Computer
noch viel zu schmal.

– [\„Ortswechsel“ + ‚Herumreisen im »Raum der Wissbarkeiten«‘; \(Passagen im eigenen) »Kognitiven Lebensfilm«; \zu all den ‚Stützstellen fürs Denken‘; \„verstehen“ können + verstehbar sein; \Kognitiver Prozesstyp: „Einsicht“; \Das ‚Nadelöhr des Denkens‘; \allerlei ‚Arten von (anderer) kognitiver Leistung‘; \Paradebei­spiel: „FRITZ der Roboter“; \„Künstliche Intelligenz“-Technik – (im Jahre 2000); \...]

*****

Deswegen hier der Versuch, das eben im Kopf Geschehene in eine Serie getrennter „Einstellungen“ – fast „Standbilder“ – ‚aufzulösen‘. In getrennte Vorstellungen, wie sie sich in Sekundenschnelle gegenseitig durch das eigene Bewusstsein jagen. Ein Versuch zwar nur, so weit wie sich Episoden aus dem »Kognitiven Lebensfilm« überhaupt in Worte fassen lassen. Das ‚Originalgeschehen‘ dient als Vorlage (= dasjenige, was da erzählt, gerätselt und verstanden wird). Zeitlich gestreckt erscheint es – hier – jedoch in Form seiner ‚Abbildung‘.

– [\in Grundunterscheidung: ‚Das Originalseitige‘  ˄  versus: ‚Das Abbildungsseitige‘  ˅ ; \...]

Betrachten wir also diesen winzigen „Filmabschnitt“ in Zeitlupe. Was alles passierte in den letzten paar Sekunden? Und es musste ziemlich genau so passieren, wie es hier beschrieben wird. Anderfalls wäre der Groschen gar nicht „gefallen“.

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„Es war einmal ein Zwerg,
sein Vater war Schotte.“

*****

·         Zunächst ist kein Grund zu erkennen, warum nicht auch in Schottland „Auffälliger Kleinwuchs“ gelegentlich vorkommen sollte.

·         „Ist das denn schon alles?“
            (Anscheinend war’s das schon! – Denn das Zitat ist zu Ende. --- Doch der Erzähler grinst erwartungsvoll vor sich hin.)

·         „Was also soll diese – genau drei Dinge aus dem „Allerlei der Welt“ hervorhebende – Aussage?“

·         „Was hat  – verflixt nochmal –  ein Zwerg denn mit einem Schotten so Besonderes zu tun?“
(Um den Hinweis „Vater“ kann es sich beim da zu Enträtselnden wohl kaum drehen: Denn auch ein „Zwerg“ hat seinen „Vater“. Umgekehrt kann jeder „Schotte“ Vater werden, ohne dass dies ein grundsätzliches Rätsel aufwerfen würde.)

*****

Diesen Witz betrachte ich – versuchsweise – als Experiment des Herumschießens mit ‚Kogs‘ oder ‚Platschs‘. Als »Geschehen im Kognischen Raum«! Etwa so wie in den Experimenten der Hochenergiephysik gewisse Teilchenverbände auf ein aus ungeheuer vielen Atomen bestehendes Zielobjekt geschossen werden. Nur um nachschauen zu können, was dabei am Ende herauskommt.

Hier wäre der geschossene Teilchenverband der Wortlaut des Witzes – die kurze Serie der höchst individuellen „Platschs“. Die Rolle des Zielobjekts würden das riesige Netzwerk im jeweiligen Gehirn übernehmen (in dessen aktuellem Wissensstand) und das Bewusstsein des Zuhörers.

– [\\Foto: „Blasenkammer“-Aufnahme; \...]

Dies veranstalte ich in der Hoffnung, dass es am Ende zu demjenigen kommt, was bei physikalischen Experimenten „Ereignis“ genannt wird. Dass etwas dabei herauskommt, was ursprünglich – rein formal betrachtet – gar nicht hineingesteckt wurde. Kurzum ich hoffe, dass der jeweilige Witz / die Zote / die Sottise / der Aphorismus / ...  „verstanden“ wird. Und dass dieses Verständnis sich ungefähr längs der folgenden „Denkspur“ einpendelt:

A.         „Es war einmal ...“
(Dies als Lesevorschrift ergibt implizit den Hinweis: „Das Folgende gilt wohl im Kontext von Fabel & Co.“
Speziell an den „Wahrheitsgehalt“ der Aussage wird wenig Anspruch gestellt!)

B.         „Zwerg“   +  „Vater“   +  „Schotte“   +   und sonst nichts!
                                          --> „Was genau soll die denn --- zusammen???“

1.          Zwerg: Insbesondere das Klischee von „ungut klein“ (neben anderen Assoziationen)

2.          Schotte: Insbesondere die Klischees vom Kilt (mit / ohne Unterhose), vom Dudelsack, Whisky und der sprichwörtlichen Übersparsamkeit der Schotten

3.         Womit denn hier „übersparsam“? – (falls die anderen Assoziationen nichts bringen!)

a.   Na, … vielleicht bei der Vater...-schaft
(Denn nur das Element „Vater“ ist beim Enträtseln des Puzzles noch frei!)

b.   „Kleinwuchs“ würde passen – oberflächlich gedacht!

c.   Biologisch gesehen aber wäre das: ... „ein fabelhafter Quatsch“!

C.         „Buuh!“ / „Oh, Shit!“ --- Und befreiendes Lachen über den offensichtlich „faulen“ Witz.

                                                                {Als Doppelwitz!}

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Doch Vorsicht:

Isoliert dastehend, gar in blutleerem wissenschaftlichem Kontext wie hier, liegt dieser Witz, so zeigen Tests, bereits an der Grenze der Verständlichkeit. Manche Zuhörer haben in ihrem Denken das Programm zur Prüfung der Dinge in Richtung Schlüpfrigkeit ständig aktiviert. Andere dagegen brauchen Hilfestellung, etwa dadurch, dass dieser Witz erst dann vorgetragen wird, wenn Ähnliches zuvor schon dran war, d. h. wenn diese spezielle Denkrichtung durch andere Witze bereits aktiviert wurde. Somit „parat steht“ – (per „Priming“).

            o          Zwerg   (Klischee: klein; komisch; „giftig“; ...)

            o          Vater    (Rolle: Schutz; Papa; Erzieher; Strenge; Biologische Zeugung; ...)

            o          Schotte (Erste Einfälle: Dudelsack; Schottenrock; Übertriebene Sparsamkeit; ...)

            o          Wenn z. B. „übersparsam“ die Lösung bringen soll: „Womit dann eigentlich?“

            o          Na, vielleicht bei der Vater...-schaft – also der Zeugung des Kindes

            o          --> „Zwergenresultat“?

o           Biologisch gesehen, als Erklärung natürlich „Quatsch“.

            o           --> Spontanes Buuh-Empfinden

                        --> Lachen und Augenzwinkern in Richtung auf den Erzähler:

„Na, da hast du es wieder geschafft, mich reinzulegen.“

*****

Die Kunst des Witze-„Machens“

Einige wenige, bekannt-vertraute Vorstellungsamöben – [als \‚Platsche‘ einzeln in den »Kognischen Raum« geschossen] (hier über verbalen Begriffe ‚angesteuert‘, im Beispiel: „Zwerg, Vater, Schotte“) werden in der Abfolge und semantischen Verknüpfung im Kopf so arrangiert, dass sich – innerhalb der Vielzahl an Möglichkeiten ihrer ‚Kombination‘ – bei menschlichen Kapierversuchen am Ende zwangsläufig eine bestimmte Denkbahn ergibt. Und diese sich bei ihrer Überprüfung zur „Gewissheit“ festigt.

                  Denn nur diese eine Bahn gibt dem Erzählten überhaupt irgend-einen „Sinn“.

– [\zur ‚Ansteuerbarkeit der Dinge‘ – im »Kognischen Raum«; \Kognitiver Freiheitsgrad: „Kombination“; \„Gewissheit“ als solche – in unterschiedlichen Aspekten + Graden; \„(Wort)-Bedeutung“ + „(Un)-Sinn; \...]

*****

Vier bis fünf getrennte ‚Ansteuerungen‘ in den »Raum der Wissbarkeiten« losgeschossen + dann den ‚Kognitiven Apparat des Zuhörers‘ frei nach dem damit gemeinten Ergebnis suchen lassen:
                           --> zu erratende / passend zu kombinierende „Kontext“-Elemente
                           --> Schlussfolgerung: «Die Geschichte geht so: „…!“»

     Text                                    Kontext-Ansteuerung                    Nutzung / Ergebnis                     . 

0.  Folgender Witz: „<...>“     Die Erzählsituation                     Aktivierung der „Rätsel“-Routine

1.  „Es war einmal ...              Bereich reiner „Fiktion“             Vergiss den Wahrheitsanspruch

                                                                                               + alle logische Strenge!

2.  ... ein Zwerg.                    Bereich: „sehr klein geratene“     Vorstellung: „zu kurz gekommen“
                                             Menschen                                  – im Vergleich zu Anderen

3.  Sein Vater …                    Bereich: „Familie“                     Das ... + Das biologisches Verhältnis                   zwischen 2. und 3.

4.  ... war Schotte.“                Bereich: „Landsmannschaft“      Altes Klischee: „Übersparsamkeit“
                                                                                               {Sie war – evtl. – die Ursache für 2.}

5.  (Ende des Texts)               „Das wär’s.“                              „Damit verfügst du über alle zum

                                                                                                Verständnis notwendigen Angaben!“

6.  Lachen + Ergebnis                                                              „Ja, entgegen dem ersten Eindruck

                                                                                                 war dies doch ein Witz!“
                                                                                                        – Ein doppelter sogar.

[7.  Der nächste Witz...          ... folgt wohl sofort.]

Genannt                                     gegeben                                     „zu erraten“!                                 .         

– [\„Information“ + jeweiliger Zweck; \...; \...]

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Sensitivitäts-Experimente in der »Kognik«:

Eine Andere Geschichte, mit genau denselben stichwortartigen Elementen:

„Im Norden Schottlands lebte einmal ein Zwerg. Sein Vater war Bauer. Die Mutter war kurz nach seiner Geburt gestorben. Die böse Stiefmutter <... + ...>. Eine Gute Fee  jedoch erkannte seine Not und gab ihm {...} mit auf den Weg. Danach: Allerlei an <Gefahren + Rettungen + Entzauberungen + ...>.
Am Ende folgt: <Die Belohnung >. ...“

Und, wenn sie nicht gestorben sind,
dann leben sie auch heute noch.

Dann hat dieser Zwerg, wie alle Zwergwüchsigen, an seinem Lebensanfang halt: „etwas Pech gehabt“.
                                                                  Aber damit basta!

– [\„Was alles wäre anders, wenn: <...>?“ – als Sensitivitätsanalysen; \...]

*****

Letzthin wurde jemand gefragt: „Warum bist Du grad so schweigsam?“
                Antwort: „Es war einmal ein Zwerg, sein Vater war Schotte.“
Irritiert ging der Frager zum nächsten Punkt über.
Garantiert ohne Lacher.

Derselbe Wortlaut wie beim Witz  – in einem anderen ‚Kontext‘ vorgebracht –  und im Kopf des Zuhörers ergibt sich beim Weiteranstricken an dessen ‚Kognitiven Lebensfilm‘ ein ganz anders geartetes Muster.

– [\Das „Priming“-Phänomen; \„Muster“ – wiedererkennen; \...]

Auch hier eine Art „Rätsel“, anscheinend eine Metapher. Denn immerhin kommt der kognitive Bereich „wenig / klein“ in dieser Version gleich 3 x vor. (als Kleinwuchs von Zwergen + als Klischee zu Schotten + als Abschluss-Schweigsamkeit des Angesprochenen). Doch trotz dieser Isomorphie reicht das im Ganzen nicht aus zur „höheren“ Erkenntnis. Die Antwort bleibt auch damit noch ohne erkennbaren „Sinn“. Der Frager gibt, obwohl er eine Antwort bekam, schnell auf. Versucht nur noch, die „offensichtliche Verständnisschwäche“ irgendwie zu überspielen.

Natürlich hätte der Empfänger den gesagten Text auch für sich allein betrachten können  – losgelöst von der eigenen Frage. Dann hätte er vielleicht doch noch „gelacht“. Hätte vielleicht erkannt, dass diese seltsame Replik wohl nur von der eigentlichen Ursache seiner Schweigsamkeit ablenken sollte – mit den „Mitteln des Witzes“.

Das Sensitivitäts-Experiment soll zeigen, wie wichtig hier speziell der Kontext „Witz“ ist, um genau die für das Zielmuster richtige Art und Abfolge von Suchschritten in Gang zu setzen. Um fast alles an „Stör-Überlegungen“ schnell und sicher genug auszuschalten.

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Weiterungen zur

„Situation des Witze-Erzählens und Witze-Verstehens“

·            Alternatives Analyse-Paradigma:
Theoretische Physiker mögen hier an Feynman-Diagramme denken. Deren Vorstellung in Zusammenhang mit ‚Kognitiven Apparaten‘ bliebe aber noch auf ihr tatsächliche Erklärungsvermögen, die praktische Brauchbarkeit und Verlässlichkeit der Ergebnisse hin auszuloten. ...
– [\„Tricks“ zur Darstellung von Unvorstellbarem; \Beispiel: „Feynman-Diagramme“; \Die ‚Platsch‘-Verarbeitung – als Wirkprinzip; \...]

·            Raumgreifung:
Im gleichen Sinne wie oben ließ sich jeder „Gelesene Artikel“ und jedes im Leben durchgeackerte „Buch“ als Ereignis betrachten und – wiederum in Zeitlupe – als lange Serie von „Einzel-Ereignissen“ an der Front des ‚Kognitiven Lebensfilms des jeweiligen Lesers’ analysieren. Diesmal jedoch mit weit mehr an Reichweite und breiterer Streuung bei den kognitiven Auswirkungen. --- Als Szenario sogar ausdehnbar auf die „Gemeinschaft aller Leser“ als damit beschossenem Zielobjekt.
– [\zum ‚Behauptungswesen‘; \(immer mehr an) ‚Raumgreifung dabei‘; \<etwas> „verstehen“ können; \„Korrektur­lesen“ – eine kognitive Leistung; \Meme + „Memetik“; \„Medien“ + Medienprodukte; \...]

·            N. B.: Derselbe Ablauf mit genau denselben ‚Kognischen Stützstellen‘ und ‚Fragen des Herumrätselns‘ müsste auch im Kopf von FRITZ, dem „Roboter“, ablaufen, bevor er seine App „Homerisches Lachen“ aktivieren kann. Denn wehe, er würde sich einen „falschen Lacher“ leisten – gleich wäre er wieder dieses „Blöde Ding aus Blech, Chips, Widerständen und ein paar Drähten“, das er tatsächlich (ja auch) ist. ...
– [\‚Stützstellenwesen im Kognischen Raum‘; \‚Künstliche Intelligenz‘; \„FRITZ“ – mein Hausroboter; \...]

·            Offensichtlich haben wir oben gemogelt:
Bei der Analyse des Geschehens haben wir weit mehr als die 5 Sekunden eingesetzt, die normalerweise zum Verständnis eines Witzes zuge­standen werden. Wir haben das originalseitige Geschehen – ‚im Abbildungsseitigen‘ – viel weiter gespreizt. Haben – zu Analysezwecken – sowohl zeitlich als auch inhaltlich tief in die Vorgänge ‚hinein­gezoomt’. Bei der Betrachtung dieser so kurzen Passage haben wir also – egal ob ich, deren Autor, oder Sie, der Leser, damit gemeint ist – im Nachhinein viel längere Passagen zurecht­gestrickt. Ganz woanders jetzt sogar: in um Minuten späteren Abschnitten unseres eigenen »Kognitiven Lebensfilms«. Doch erst in diesem ‚Hohen Auflösungsgrad‘ reicht unser „Bewusst­sein“ überhaupt bis hin zu den ‚Konkreten Details‘ dieser – zwar notwendigen, zuvor jedoch unbewusst abgelaufenen – „Über-Legungen“.
– [\Das ‚Durchzoombarkeits‘-Paradigma der »Kognik«; \„Individualitäten“ + all die Einzelheiten; \„bewusst“ sein / werden versus: \„unbewusst geschehen“; \Der ‚Guckloch‘-Modus für den »Kognitiven Prozess«; \...]

·            Aber nur so – über den Einsatz der Dehnung aus der Zeitlupe und der Zeitversetzung im ‚Abbildungsseitigen‘ – lässt sich der uns angeborenen Engpass des ‚Kognitiven Nadelöhrs’ effektiv neutralisieren.
– [\in Grundunterscheidung: ‚Das Originalseitige‘  ˄  versus: ‚Das Abbildungsseitige‘  ˅ ; \Das ‚Nadelöhr‘ alles anspruchsvolleren Denkens; \...]

·            Zum Vergleich:     Ein etwas längeres Beispiel zur ‚Platsch‘-Verarbeitung
                                                       „Girl fruit pick ...
– [\‚Stützstellenwesen im Kognischen Raum‘ + \‚Platsch‘-Verarbeitung‘ – als Wirkprinzip; \„kognitiv reisen“ – als Geschehen; \...; \...]

·           
– [\...; \...]  

*****

In eigener Sache

·         Alle die anderen ‚Verbalen Behauptungen im Original WELT‘ bestehen ebenfalls nur aus einer – wenn auch meistens längeren – Serie solcher „Plitsch, Plutsch, Platsch + Plongs“. Allesamt stammen diese aus ein und derselben – bezüglich der ‚Ersten Dimension der Welt’ in sich noch flachen – ‚Vereinigungsmenge der Einzelwörter‘. Auch da gilt es den „Sinn“ jeder Sequenz erst einmal zu verstehen. Die Dinge durch Enträtselarbeit in die vom Autor der ‚Behauptungen‘ mutmaßlich gemeinte Position und Gestalt zu bringen. Innerhalb des – ebenso mutmaßlichen – momentanen, oft hochdimensionalen ‚Diskurs- + LEGE-Raums’.
– [\all die Arten von ‚Behauptung‘; \Die „Verbale Sprache“ – per „Wortschatz“ ein besonders vielseitig einsetzbarer ‚Wissensträgertyp‘; \im Nacheinander daherkommen: „Plitsch, Plutsch, Platsch, Plong“; \„verstehen“ – eine kognitive Leistung; \‚sequentiell sein‘ – im Ablauf; \‚Stützstellen‘ + „Finite Elemente“ im Kognischen Raum; \„Bedeutung“, „Sinn“ + Sinngebung; \Beispiel: Ludwig Wittgensteins „Ist“-Gehabe; \„Poetik“ – als solche; \„Wortfelder“ – ein lokal unifizierender ‚Wissensträgertyp‘ \Wortfelder für einige der Tortenstücke des im »Unterfangen Weltpuzzle« gesuchten „Ganzen“; \Der jeweilige „Diskursraum“; \Die Erste unter „all den Dimensionen der Welt“; \Analogie: Biochemie – „Selbstorganisierte Faltung von Molekülketten“; \„Abbildtheorie“ – Die vier separaten ‚Richtigkeitsinstanzen‘; \...

·         Übung:
Zoomen Sie auf analoge Weise in allerlei kompakte, ähnlich winzige „Einzelausschnitte“ aus Ihrem eigenen »Kognitiven Lebensfilm« hinein. Die Front des persönlichen Verständnisses des am jeweiligen Lesepunkt gerade Gemeinten ständig – zentriert jeweils – ins eigene ‚Guckloch’ fassend: Aphorismen; Rätsel; Sprachliche Fehlleistungen; Situationen aus dem „Fritz“-Szenario; Fremde „Maximen“; Kernsätze aus Fachartikeln / Vorträgen – oder Predigten; Mathematische Formeln; Systemische Grafiken und andere Dinge mit – eingebautemAha-Effekt. ...
Was an „Kontext“, welche ‚Kognitiven Nachbarschaftsbeziehungen‘ geraten dabei jeweils ins Spiel? Was alles ist zum ‚Verständnis‘ unerlässlich, muss daher – im »Kognischen Raum« herumsuchend – als Stütz- bzw. Abzweigungs-Stellen unterwegs irgendwie mit zur Ansteuerung hinzukommen?
--- als: ‚Wissbarkeit‘; „Point“ / ‚Platsch‘; ‚Weltausschnitt‘; »Punkt der Kognik«; „Objekt“.  
– Mit oder ohne eigenem „Namen“ / „Merkmal“ / „Relation“. Oder als jeweiliges „Gegenteil“.
– [\‚wissbar sein‘ – ein originalseitiges Merkmal; \Der »Kognitive Lebensfilm des Individuums« – als Konzept  besonders aufschlussreich!; \Der ‚Guckloch‘-Modus – in der „Inneren Welt“; \‚Stimulusware‘ – ihr Wirkprinzip; \Das „Anlupf“-Szenario der »Kognik«; \Der – all-unifizierte – »Kognische Raum«; \Arbeitsvision: ‚Kognischer Universalatlas‘ – „um dort genauer nachschauen zu können“; \‚Weltausschnitte‘ – als solche jeweils fest genug umrissen zu halten!; \(echte versus: künstliche) ‚Nachbarschaftsbeziehungen im Kognischen Raum‘; \zur ‚Kognitiven Kompaktierung‘ – dieser gesonderten Leistung; \all die ‚Abzweigungsgelegenheiten‘ – im »Kognischen Raum«; \...]

·         ...
– [\...; \...]  



[1] Ganz anders ist es beim „Platsch“-Geschehen und „Herumrätseln“ in Fällen von ‚Kognitiven Nebelwerferei‘. Bei denen hapert es gerade bei der Eindeutigkeit des Denkergebnisses.
– [\zum ‚Behauptungswesen‘; \„verstehen“ – eine (zumindest versuchte) kognitive Leistung; \‚Nebelwerferei im Kognischen Raum‘; \„<...> ist / hat / kann: {...}“!;  \im Sinn: „wolkig bleiben“ (können); \Dinge kognitiv ins Schillern gebracht; \...]